historycast - Was war, was wird?

Was war, was wird? Der historycast des Verbandes der Geschichtslehrerinnen und -lehrer Deutschlands e. V.

In diesem Podcast werden Diskussionen der Geschichtswissenschaft spannend und anspruchsvoll aufbereitet. Die beiden radioerfahrenen Autor*innen des WDR-Geschichtsformats ZeitZeichen, Dr. Almut Finck und Dr. Heiner Wember, interviewen bekannte Wissenschaftler*innen, die ein Buch zu einem historischen Thema geschrieben haben, das aktuell diskutiert wird. Die Themen bilden zudem die Schulcurricula ab und berühren die großen Fragen unserer Zeit, um dem omnipräsenten Mediengewusel und Fakenews eine seriöse Perspektive gegenüberzustellen.

Zu allen Podcasts wurden Unterrichtsmaterialien entwickelt. Diese stehen Ihnen hier kostenfrei zu Verfügung: www.historycast.de

Das Projekt wird durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien (1. und 2. Staffel), das Ministerium des Inneren (3. Staffel) und die Stiftung Orte der Demokratiegeschichte (4. Staffel) gefördert.

historycast -  Was war, was wird?

Neueste Episoden

Prag 1989: Freiheits-Botschaft. Der Aufbruch nach Westen

Prag 1989: Freiheits-Botschaft. Der Aufbruch nach Westen

‧ 37m 37s

Am Abend des 30. September 1989 tritt Hans-Dietrich Genscher auf den Balkon des Palais Lobkowicz in Prag. „Liebe Landsleute, wir sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise …“ – Weiter kommt Genscher nicht: Der Jubel Tausender DDR-Bürger*innen verschluckt den Rest des Satzes.

In der dritten Folge der fünften historycast-Staffel „Über Grenzen. Transnationale Orte und Momente der Demokratiegeschichte“ spricht Almut Finck mit dem ehemaligen Diplomaten Wolfgang Ischinger über die dramatischen Tage in der Prager Botschaft. Ischinger war damals enger Mitarbeiter des westdeutschen Außenministers Genscher und betreute die Menschen, die in der Botschaft Zuflucht gesucht hatten.

Er erzählt...

Pacific Palisades: Thomas Manns BBC-Reden aus dem Exil und der Rundfunk der Nachkriegszeit

Pacific Palisades: Thomas Manns BBC-Reden aus dem Exil und der Rundfunk der Nachkriegszeit

‧ 46m 26s

Die 55 Reden "Deutsche Hörer" von Thomas Mann, aufgenommen in Pacific Palisades bei Los Angeles, waren "Steine in Hitlers Fenster". Ausgestrahlt über den Auslandsdienst der BBC, waren sie eine wiederkehrende Anklage gegen den Hitlerismus. "Hier ist England, hier ist England", mit diesen Worten begannen die Sendungen der BBC. Sie zeichneten ein ungeschöntes Bild der Kriegslage und wurden damit bei den deutschen Hörer*innen glaubwürdig. Der Auslandsdienst wurde geleitet von Hugh Carleton Greene, der nach dem Krieg maßgeblich den Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der Bundesrepublik beeinflusste. Ziel war ein staatsfernes, aber gesellschaftlich kontrolliertes Modell nach BBC-Vorbild – als Alternative zu einem...

Philadelphia 1776: Liberty? Deutschlands Blick auf Amerikas Versprechen

Philadelphia 1776: Liberty? Deutschlands Blick auf Amerikas Versprechen

‧ 50m 36s

Am 4. Juli 1776 erklären die Vereinigten Staaten ihre Unabhängigkeit – und machen Freiheit, individuelle Rechte und die Zustimmung der Regierten zum Maßstab legitimer Politik. Mit diesem Anspruch beginnt ein politisches Experiment, das die moderne Demokratie bis heute prägt. Von Anfang an aber ist es voller Widersprüche: Die Erklärung galt keineswegs allen; versklavte Menschen, Indigene und Frauen blieben lange ausgeschlossen.

In der ersten Folge der neuen, fünften historycast-Staffel „Über Grenzen. Transnationale Orte und Momente der Demokratiegeschichte“ spricht Almut Finck mit dem Historiker Volker Depkat über die revolutionären Ideen von Philadelphia, ihre Ambivalenzen und ihre Wirkung – auch in Deutschland.

Die...

Im Revier. Von Ruhrpolen, Gastarbeitern und Kriegsflüchtlingen

Im Revier. Von Ruhrpolen, Gastarbeitern und Kriegsflüchtlingen

‧ 44m 48s

Migration gehört im Ruhrgebiet seit 150 Jahren zum Alltag. In der neuen Folge des historycast spricht Almut Finck mit dem Historiker Christoph Nonn darüber, wie Nahwanderer, Ruhrpolen, Zwangsarbeiter, Flüchtlinge und sogenannte Gastarbeiter das Revier geprägt haben – und warum der Mythos vom harmonischen Schmelztiegel viele Konflikte, Brüche und Aushandlungsprozesse eher überdeckt als erklärt.

Das Gespräch beleuchtet, wie aus Dörfern mit Kühen auf der Weide eine der größten Industrieregionen Europas wurde, wie Zwangsarbeit und Vertreibung das Gesicht der Region veränderten und weshalb sich seit den 1950er Jahren mit italienischen, spanischen, jugoslawischen und vor allem türkischen Arbeitskräften neue Formen von Gemeinschaft, aber...